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Marion Schill
Marktleitung
Marion Schill

Aquascape: "Gärtnern unter Wasser"

Aquascaping

Pflanzenaquarien als Alternative zu Balkon und Garten: Entspannung und Ästhetik pur bietet das „Gärtnern unter Wasser“. Auf kleinstem Raum entstehen im Pflanzenaquarium faszinierende Unterwasserlandschaften als reizvolle Alternative zum Garten oder Balkon. 

„Im Gegensatz zu einem Gesellschaftsaquarium stehen im hier die Pflanzen im Vordergrund, Fische werden nur in Maßen eingesetzt“, erklärt Jürgen Klinkenberg vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA) das Aquascaping. Daraus ergeben sich einige grundlegende Unterschiede in der Einrichtung: „Die meisten Pflanzen benötigen viel mehr Licht als Fische. Auch sind für ein Pflanzenaquarium eine Bodenheizung, spezieller Bodengrund sowie eine CO2-Düngeanlage empfehlenswert“, so Klinkenberg. Das passende Aquaristik-Zubehör und passenden Hardscape für Ihre Naturaquarien hält Ihr ZOO &  Co. Fachmarkt für Sie bereit. Diese Tipps helfen bei der Ersteinrichtung eines Pflanzenaquariums:

  • „Damit jede Pflanze genug Licht bekommt, sollte man darauf achten, dass niedrige Pflanzen nicht von hohen Pflanzen beschattet werden“, rät Jürgen Klinkenberg Aquaristik-Begeisterten für den Aquascape. „Am besten macht man sich vorher eine Zeichnung davon, wie das Aquarium später aussehen soll und plant bei Bedarf auch eine Terrasse mit Absatz ein.“
  • Natürlich dürfen beim Aquascaping in einen Unterwassergarten des Naturaquariums auch Fische einziehen: „Die Zierfische in einem Pflanzenaquarium sollten an die Lebensbedingungen der Pflanzen angepasst sein, keine Pflanzen fressen oder im Boden wühlen“, erläutert Jürgen Klinkenberg. Typischerweise bieten sich Weichwasserfische für das Aquascaping an. Dazu zählen die meisten Salmler-Arten oder Bärblinge. Dies liegt darin begründet, das sehr viele Wasserpflanzen saures und weiches Wasser bevorzugen und dass die meisten Aquascapes mit aktivem Bodengrund ausgestattet sind.
  • Achten Sie bei der Auswahl der Aquarienfische zudem darauf, dass der Fischbesatz farblich zu Ihrem Aquascaping passt. Besonders harmonisch wirkt die Gestaltung des Naturaquariums, wenn die Farben der Fische sich in markanten Dekoelementen des Hardscapes wiederfinden. Eine andere Herangehensweise besteht darin, mit dem Fisch-Besatz beim Aquascaping einen Kontrast zur Bepflanzung zu kreieren.

Wichtig beim Aquascaping: Auch ein reines Pflanzenaquarium benötigt regelmäßige Pflege. Teilwasserwechsel, das Reinigen der Scheiben sowie des Hardscapes und das Entfernen von Algen sind Grundvoraussetzungen für eine lange Freude an den Wassergärten des Aquascapings (Quelle: IVH).

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Die Geschichte des Aquascapings

Aquascaping

Angefangen hat alles 1994, als das erste Buch des Japaners Takashi Amano in deutscher Sprache erschien. In dem edlen schwarzen Werk mit dem Titel „Pflanzenparadiese unter Wasser“ waren Aquarienlandschaften abgebildet, die man in Europa so noch nicht gesehen hatte. Die Begeisterung für die Naturaquaristik mischte sich mit ungläubigem Staunen und bereits nach wenigen Jahren hatten die Naturaquarien einen großen Freundeskreis gefunden ... 

Das leider vergriffene und mittlerweile zu Liebhaberpreisen gehandelte Buch war zuerst umstritten: „Das geht doch gar nicht, die Aquarien sehen doch nur für das Foto so aus, die funktionieren nie.“ Das waren die ersten ungläubigen Kommentare zu den einmaligen Layouts und Fotos von Takashi Amano. Wie ein Zen-Gärtner hat er seine Aquarien eingerichtet: Die klaren Formen, Farben und die Perfektion, die er bei den Aquarienlayouts an den Tag legt, ziehen nicht nur Aquarianer in ihren Bann. Aber Aquascaping funktioniert wirklich, wenn man sich an gewisse Regeln hält und sich mit der Materie beschäftigt.

Beim Layout fängt alles an

Aquascaping: So geht's

Häufig asymmetrisch aufgebaut, ziehen Steine und Wurzeln das Auge des Betrachters an. Pflanzen, die solche Elemente umgeben, verwandeln auch kleine Aquarien in Landschaften, die viel größer aussehen, als sie tatsächlich sind. Weniger ist hier mehr und es ist verblüffend, wie mit nur wenigen Wasserpflanzenarten und puristischer Dekoration aus Steinen oder Wurzeln Aquarien entstehen, die faszinieren und funktionieren.

Der Hardsscape, also die Gestaltung des Naturaquariums mit Wurzeln sowie Steinen, hat beim Aquascaping eine entscheidende Bedeutung. Sobald sich der zukünftige Aquarianer für verschiedene Holz- und Steinelemente sowie Wurzeln zur Dekoration beim Aquascape entschieden hat, kann er diese probeweise auf einem Tisch arrangieren. Das Fotografieren verschiedener Kombinationsmöglichkeiten und der Vergleich der Bilder erleichtern die spätere Einrichtung bei der Naturaquaristik, die einer Kunstform gleicht.

Fische sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern durch ihren Stoffwechsel wichtige Stickstofflieferanten für die Wasserpflanzen. Generell sind Naturaquarien eher pflanzenlastig und man beschränkt sich auf wenige und kleiner bleibende Arten. Garnelen werden gerne in Naturaquarien gepflegt und die ersten faszinierenden Bilder von den Naturaquarien Takashi Amanos haben wohl den Garnelenboom begründet, denn in wirklich jedem Aquarium waren die Amano-Garnelen als Algenfresser zu finden.

Die richtige Ausrüstung für ein Aquascaping-Aquarium

Alles, was ein Pflanzenaquarium funktionieren lässt, ist gut für das Aquascaping: ausreichend Licht, Nährboden unter dem Kies, ein Bodenfluter, Mikro- und Makronährstoffe und natürlich eine CO2-Düngung für den wichtigsten Pflanzennährstoff Kohlendioxid. Das Licht ist der Motor des Pflanzenaquariums und 0,5 Watt pro Liter Aquarieninhalt sind bei Aquascaping-Aquarien eher die mittlere Leistung.

Einige Aquascaper verwenden sogar noch stärkere Beleuchtungen, wobei allerdings mehr Licht immer auch mehr Nährstoffverbrauch der Wasserpflanzen bedeutet. Starklichtaquarien verbrauchen so viele Nährstoffe, dass sogar Phosphor (P), Stickstoff (N) und Kalium (K) als NPK-Tagesdünger zugegeben werden müssen, damit keine Mangelerscheinungen bei den Pflanzen auftreten.

Das Einrichten

Einrichtung Aquascaping

Typisch für einen Aquascaper ist das trockene Einrichten ohne Wasser. Das hört sich bei einem Aquarium komisch an, ist aber besser für die filigrane Arbeit. Das Werkzeug sieht aus wie ein kleines Operationsbesteck: Ein Kombispatel (groß und klein) modelliert den Boden und hilft die Steine oder Wurzeln richtig in das Grundlayout einzubinden. Viele Naturaquarien sind übrigens nicht flach aufgebaut, sondern haben erhöhte Bereiche, die mit Steinen terrassenförmig angelegt werden.

Eine lange Pinzette hilft, die kleinen Vordergrundpflanzen richtig zu setzen, ohne den Boden aufzuwühlen. Ein wichtiges Utensil beim trockenen Einrichten ist die Sprühflasche, die die zarten Pflanzen mit Feuchtigkeit benetzt und vor dem Austrocknen schützt. Das Trimmen der schon bald gut wachsenden Pflanzen übernimmt die lange Schere, deren Spitze leicht gebogen sein sollte.

Der Begriff "Aquascaping"

Das Wort setzt sich zusammen aus Aqua für Wasser und dem aus dem Englischen stammenden „Landscaping“. Man kann also vereinfacht sagen, dass es sich um Landschaftsgärtnern unter Wasser handelt. Für echte Aquascaper ist – ganz Zen – der Weg das Ziel: Wenn ein Aquarium perfekt aussieht, wird es nicht selten gegen ein neues Layout getauscht. Eintauchen in die Welt der Scaper kann man auch im weltweiten Netz z. B. unter www.flowgrow.de. Im Aquascaping-Mutterland Japan und in ganz Asien gibt es regelrechte Wettbewerbe und Meisterschaften rund um naturnah gestaltete Aquarien.

Nicht ganz so weit reisen muss man, wenn man in Deutschland an einem solchen Wettbewerb teilnehmen oder zuschauen möchte: Bei „The art of the planted aquarium“ (Die Kunst des Pflanzenaquariums) treffen sich jeden Februar die besten Aquascaper aus Deutschland und Europa und zeigen ihre grüne Kunst.